Teka von Troppau

Und wenn die Natur es will, ist es morgen totenstill! -

3 Apr 2011

Aus gegebenem Anlass (Japan) empfiehlt es sich, seine Gedanken in der Osterzeit auch in diese Richtung zu lenken.
Die Wertschätzung der Natur mit all ihren Schönheiten zu fördern, sie nicht zu zerstören, damit sich die Menschen noch lange an ihr erfreuen können.
Gerade jetzt im Frühling beschenkt sie uns so reich.
Zur Erinnerung wiederhole ich das folgende Gedicht:

Das Geheimnis der Erde
ist Vergehen und Werde.
Auch der Mensch in dem Falle
ist machtlos ergeben der befristeten Zeit.
Er kommt und geht als ein Teil der Natur.
Oft hinterlässt er eine sinnvolle Spur
für ein neues Werde auf dieser Erde.
Man lerne vom Baum, von Pflanze und Tier,
sie fügen sich drein – und was machen wir??
Wir verändern alles auf künstliche Weise
im Größenwahn, wie nie zuvor.
Es begeben sich Menschen auf Sternenreise,
doch dann schließt die Natur das Tor.
Sie überschwemmt den Größenwahn,
die Erde erbebt vor Unbehagen,
rüttelt uns auf und will uns sagen:
Bedenke Mensch – Du bist bloß Gast.
Die Erde trägt Dich und wenn sie will,
ist es morgen totenstill.

Denn das Geheimnis dieser Erde
Ist nun einmal Vergehen und Werde.

Weihnachten 2010

18 Dez 2010

Weihnachten steht vor der Tür,
keiner kann etwas dafür.
So steht es in den Kalendern,
keiner kann was daran ändern.
Sich regen, bringt angeblich Segen,
man beginnt zu überlegen,
was und wie, wieviel und wann,
man allen Lieben schenken kann.
Die Hetzjagd, sie kann nun beginnen
nach den erforderlichen Dingen,
man kämpft sich durch die Menschenmenge
dem Ausgang zu aus dem Gedränge
zum Weihnachtsmarkt an frischer Luft,
der Nase nach zu diesem Duft
von Glühwein und von heißem Tee.
Man steht erschöpft im hohen Schnee,
das warme Glas in beiden Händen.
Dann wird man Weihnachtsgrüße senden
bei Kerzenlicht im warmen Zimmer
in alter Herzlichkeit – wie immer,
wünschen wir das Allerbeste
zum bevorstehenden Feste.

Mai 1945

13 Mai 2010

Wir sind vertrieben geblieben, kein Weg führt zurück.
In Gedanken vorhanden, eine Zeit voller Glück.
Eine sorglose Jugend, Familie daheim,
vollkommener konnte das Leben kaum sein.

Auf einmal war plötzlich alles aus.
Es gab keine Eltern, es gab kein Haus,
es gab nur noch Krieg, Zerstörung und Not,
rette dein Leben, das war das Gebot…

Das alles geschah vor langer Zeit.
Der Weltkrieg vorbei, die Menschen bereit,
für den Frieden auf dieser Welt zu sorgen.
Doch leider entstehen oft still und verborgen,
oft laut und vernehmlich und ohne Bewenden
Konflikte, die wieder in Kriegen enden.

Der Mensch, er kann nicht in Frieden leben,
wenn auch viele sich viel Mühe geben,
kommen rebellische Gestalten,
die Kriege für notwendig halten,
bis sie ihre Tat vollbracht,
alles der Erde gleich gemacht.
Dann wird Hilfe angefordert,
Ordnungsgruppe wird geordert.

Das Rad, es wird sich weiter drehen,
der nächste Krieg ist vorauszusehen,
irgendwo auf dieser Welt,
wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.

Wer neunzig wird

9 Apr 2010

Wer neunzig wird, ist selber schuld!
Man braucht dazu sehr viel Geduld
und guten – oder bösen – Willen,
sowie unzählig viele Pillen
und auch Vertrauen himmelwärts,
und schließlich auch ein gutes Herz.

Was sich so mit dem Alter paart,
sind Mängel sehr verschiedener Art,
die uns die Laune oft verderben,
an jenen wir jedoch nicht sterben.
Der Grundsatz, besser sein als scheinen,
ist gar kein Trost bei steifen Beinen.

Der Rücken schmerzt, das Knie ist steif,
so wird man weiter abbruchreif.
Und dann – zum Teile oder ganz –
schrumpft auch noch die Gehirnsubstanz.
Was man zunächst dadurch empfindet,
dass häufig das Gedächnis schwindet.

Weshalb man alles fein notiert
auf Zetteln, die man prompt verliert.
man wird halt dümmer, krummer, stummer.
Was ist dagegen schon zu tun?
nur leider wird man gegen Kummer
niemals immun.

Man muss sich täglich neu bewähren.
Wo sollt man sich denn noch beschweren?
Man resignert und übt Geduld…
Wer neunzig wir ist selber schuld!

Ein alter Freund, H. L.

Winterzauber

5 Feb 2010

Der Winter zaubert ganz sachte und leise
die schönsten Gemälde auf seine Weise.
Der Wald, die Wiese, auch der See
trägt dicken Pelz aus weißem Schnee.
Die Tiere schleichen stumm und still
durch das bezaubernde Idyll.
Nur Hühner, Enten und die Pferde
schätzen das Grüne auf der Erde.
Sie sitzen in den Ställen fest,
haben jetzt leider Hausarrest.

Des einen Leid, des andern Freud,
jetzt treffen sich die Jägersleut.

Ansprache des Jagdherrn

Jagdschloß Quitzin lädt wieder ein,
bei der Jagd dabei zu sein.
Die Strecke, sie ist gut geraten,
das verspricht ganz leck’re Braten
vom Wildschwein und von andern Tieren
wird man demnächst gekonnt servieren.
So gesehen,
kämpft man gelassen
durch Schneewehen,
man kanns kaum fassen,
sind meterhoch schon aufgetürmt,
während es immer noch schneit und stürmt.
Ach, Winter, wir haben dich genossen,
hast genug Pulverschnee verschossen!
Du warst sehr kalt, aber auch schön.
Nun reicht es aber – du kannst geh’n.
Den dicken Pelz aus weißem Schnee
nimm bitte mit. Öffne den See!

Nobless oblige

12 Sep 2009

Die gute Gesellschaft sind Leute von heute.
Wie ein Rudel auf Partys stürzt sich die Meute
und immer die Gleichen, wohin man auch sieht,
sind jedenfalls da, ganz egal, was geschieht.
Ein großes Buffet und freie Getränke,
nicht selten Gefälligkeitsgeschenke!
Wer das dann bezahlt, ist total einerlei,
die Hauptsache, man ist ganz vorn dabei.
Vorbei an der Presse, der Teppich ist rot,
stets in Pose und lächeln, ist nun das Gebot.
Oft lächerlich, dämlich und ganz ohne Sinn,
dreht man sich im Blitzlicht – nun ist man „in“.
Das Outfit muss stimmen, das Körpermaß,
und schon gehört man zu den Stars.
Gutes Benehmen ist uninteressant.
Das schlechte Verhalten nimmt überhand
und wird toleriert, man gewöhnt sich daran,
jeder schaut, wo er bleibt, so gut er es kann.
Genuss und Vergnügen, man nimmt alles leicht –
demnach ist auch alles primitiv und seicht
und gewöhnlich – bis zur Unkenntlichkeit
ist so mancher sich zu verstellen bereit. –
Der Mammon regiert und gestaltet die Zeit,
es wird alles zur Show und zur Äußerlichkeit.
„Noblesse oblige”, wo bist du geblieben?
Wirst nur noch in alten Romanen beschrieben.
Sie ist nun mal so – diese moderne Zeit.
Die so genannte Gesellschaft sind Leute von heut.

Der Tanz der Blätter

19 Jul 2009

ahornblatt5 ahornblatt6ahornblatt7ahornblatt8

Ein Windhauch weckt die Blätter am Baum,
sie bewegen sich sachte – man merkt es kaum.

Aus dieser Bewegung wird langsam ein Tanz,
ein Wiegen und Wogen voll Eleganz.
Es tanzen die Blätter im Sommerwind
teilweise langsam, dann wieder beschwingt.
Im satten Grün schön anzusehn,
wie sie sich wenden, wie sie sich drehn
im Takte des Windes – noch ist er mild.
Doch dann wird es stürmisch, alles wird wild –
durcheinander geschüttelt, gebeugt und gedreht,

alles wird plötzlich vom Winde verweht.
Zweige werden jetzt angehoben,
vom Sturme hin-und hergeschoben,
mal vom Süden, mal vom Westen,
bis es knarrt in allen Ästen.
Aus dunklen Wolken fällt warmer Regen,
der Blättertanz geht dem Ende entgegen.
Zum krönenden Abschluss ein Feuerwerk
wird noch den tanzenden Blättern beschert.
Das Gewitter ist da – mit Blitzen und Donner,
willkommene Abwechslung mitten im Sommer.
Dann ruht der Blätterbaum bis in den Morgen,
das Wecken wird dann die Sonne besorgen.

Eine Bank im Jagdschloss Quitzin

4 Jul 2009

Die weiße Bank im Rosengarten
wird nicht lang auf Zuspruch warten.
Streckt die Arme entgegen dem kommenden Gast,
der fühlt sich sofort von Romantik erfasst.
Er ist berauscht von rosigen Träumen,
vom Duft dieser Blüten und von alten Bäumen.
In dieser Bank liegt ein Zauber.
Er lädt Menschen ein,
die Natur zu bewundern und glücklich zu sein.

Die Bank im Rosengarten in Quitzin

Wo liegt Quitzin?

Feiertag

22 Mrz 2009

Ein einsamer Mensch mit dem Hund an der Leine
vertritt sich am frühen Morgen die Beine.
Gut ausgeschlafen sieht er nicht aus,
da kann keiner helfen, der Hund muß raus.
Der schnuppert herum und macht sein Geschäft
und Herrchen gibt acht, daß er nicht zu oft kläfft,
denn überall schlafen noch die Leute.
Kein Wunder, denn Feiertag ist heute.
Die Fensterläden sind noch zu,
heut will jeder seine Ruh und ungestört will jeder sein,
weder regen Hand noch Bein.
Kein Anruf und keine Termine,
keinen Chef mit ernster Miene.
Ganz für sich und ohne Pflichten
will man sich das Frühstück richten,
ohne Stress und ohne Eile
Zeitung lesen eine Weile.
Einmal tun, was man gern mag,
Leute, heut ist Feiertag ! . . . . . . . . . . .

Blattgold

2 Nov 2008

Goldene Blätter fallen vom Baum
so leise und sacht, du bemerkst es kaum.
Sie fallen auf Schultern und dir zu Füßen,
du fühlst dich berührt, der Herbst will dich grüßen.
Er macht sich bemerkbar und will dir sagen,
bald ist es vorbei mit den sonnigen Tagen.
Bald werden sie nur noch Erinnerung sein,
denn die stürmische Jahreszeit holt sie dann ein
und beendet mit Macht diesen farbfrohen Traum
von den goldenen Blättern am Ahornbaum.

Es raschelt das Laub bei jedem Schritt,
nimm diese Farbenpracht jetzt mit.

Nächste Seite »

Counter | Umsetzung Netztaucher GbR | Webhosting fairHOST24.de | Powered by WordPress