Teka von Troppau

Das Album

12 Jul 2006

Es war im Jahre 1942, als ich im großen Malersaal des Troppauer Stadttheaters dem akademischen Maler und Bühnenbildner Herrn Professor Fritz Kruspersky gegenüber stand. Ich leitete damals eine Arbeitsgemeinschaft Kunst und Theater und bat ihn um fachmännische Beratung. – Er hörte sich meine Bitte interessiert an und sagte seinen förderlichen Beistand zu. – So kam es, dass wir mit unserer AG - Kunst des Öfteren zuschauen durften wie Bühnenbilder im Modell entstehen und große Kulissen zustande kommen und bemalt werden. Auch gestattete der Herr Professor, dass wir bei Beleuchtungs- und Generalproben ganz heimlich und ganz still und leise in der letzten Parkettreihe des Troppauer Stadttheaters hocken und zusehen durften. Er wurde für uns eine liebenswürdige Ansprechperson. In seinen Vorträgen führte er uns gekonnt, interessant und auch humorvoll an Kunst und Kultur und Theaterwelt heran, dass es eine Freude war, zuzuhören und eine großartige Bereicherung obendrein. Als das jährliche Sportfest fällig war, an dem auch unsere Gymnastikgruppe ihren Beitrag leisten sollte, wurde beschlossen, dass Aufnahmen in freier Natur gemacht werden sollten, um sie dann in Schaukästen der Stadt auszustellen. Sie sollten als Werbung für das sportliche Ereignis gedacht sein. Der Herr Professor erfüllte unserer AG den Wunsch, diese Fotos künstlerisch zu gestalten. Mit Bällen, Reifen und Keulen bewaffnet, fuhren wir mit unseren Rädern an die Mohra, wo inmitten herrlicher Natur schönste Aufnahmen entstanden, eben künstlerisch gekonnt.

Das wurde ein gemütlicher Nachmittag und Abend. Wir schwammen noch in der Mohra, waren in Gespräche vertieft und radelten anschließend vergnügt wieder heim.

Eine Woche später erlebte ich in meinem Büro eine freudige Überraschung. – (weiterlesen…)

Ich liebe

8 Jul 2006

Ich liebeMenschen, Tiere, Blumen, Bäume
und lehne gerne dann und wann,
wenn ich möchte, dass ich träume –
an einem alt-zerfurchten Stamm.
Unter dem weiten Blätterdach –
denk´ ich über vieles nach,
fühl´ mich sicher und geborgen –
mit größeren und kleinen Sorgen.
Die Wurzeln dieses alten Baumes,
auf denen meine Füße stehn,
mein´ ich zu spüren und ich glaub´ es,
dass Kräfte in mich übergehn.
Ebenso die alte Rinde,
die mit den Händen ich berühr´,
vermittelt mir – wie ich empfinde –
ein recht ähnliches Gespür.
Im Schutze dieser alten Buche –
auch ihr war´n Kriege nicht erspart, –
fühl´ ich mich wohl auf meiner Suche –
nach Erkenntnissen und Rat.

Sie breitet weite Arme aus und ist bereit, mir Mut zu geben
und flüstert “komm hierher nach Haus – ich helfe dir dein Leben leben
mit Zuversicht für schwere Tage. – Du musst nur zuhör´n, was ich sage!” –
Ein leichter Wind ist in den Zweigen, die Blätter tanzen hin und her.
Das Herz tanzt mit den Sonnenreigen – die Seele ist nicht mehr so schwer! –
Zeichen und Wunder gibt’s noch immer – waren immer da – werden immer sein.
Wie majestätisch doch Natur ist!
Wie ist der Mensch dagegen klein!

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