Frühjahrsputz
Fest entschlossen, neu zu gestalten,
ist sie von nichts abzuhalten.
Die ersten warmen Sonnenstrahlen,
die jetzt an ihr Fenster fallen,
empfindet sie als großen Nutzen
und fängt an, rabiat zu putzen.
Verstaut werden die Wintersachen
und alles das, was nötig war,
wird gereinigt und geordnet
zum Gebrauch fürs nächste Jahr.
Und nun gehen ihre Blicke
kritisch über alle Sachen.
Fenster, Möbel, Teppich, Vorhang,
an allem ist etwas zu machen.
Wo fängt man an? Wo hört man auf?
Und nun nimmt alles seinen Lauf.
Der Familie wird ganz bang
vor dem geballten Tatendrang!
Jeder muss jetzt einmal ran,
zeigen soll er, was er kann.
Und so mancher – hinterm Rücken,
fängt sich langsam an zu drücken,
weil es niemandem gefällt,
wenn die Wohnung auf den Kopf gestellt.
Der Hausfrau und Gebieterin
steht erbarmungslos der Sinn
nach Fenster putzen, Teppich saugen,
Vorhang waschen, stets vor Augen
diesen zarten Frühlingshauch.
Der beflügelt sie ja auch.
Blumen auf den Fensterbänken,
diese Frische atmen überall,
helle Kleidung in den Schränken,
Frühling wird’s auf jeden Fall.
Blumen blühen schon im Garten.
Vorhänge wehn im Frühlingswind,
weil sie frisch gewaschen sind.
So steht die Hausfrau auf der Leiter,
zufrieden mit sich und der Welt.
Und ist hoffnungsvoll durchdrungen,
dass es allen auch gefällt.
Wenn an schön verzierten Tischen
alle dann zusammen sitzen,
bunte Eier vor den Nasen,
Schokoladen-Osterhasen,
ein gebackener Osterschinken,
was Erbauliches zu trinken,
Stimmung ist gut, man wird sich „zuprostern“.
In diesem Sinne: F r ö h l i c h e O s t e r n.
Statistiken
Guten Tag,
ich schreibe als Architekt hin und wieder für den deutschen Siedlerbund über Technisches rund ums Haus. Habe Ihr Gedicht zum Thema Frühjahrsputz entdeckt und würde gern ein paar Auszüge übernehmen wollen. Selbtverständlich unter Ihrer Namensnennung. Wäre das möglich?
mfg joachim schmidt
Kommentar on Sonntag, 15.04.2007 @ 12:24 pm