Teka von Troppau

Der Diktator

6 Jun 2005

Der Diktator

Und wieder sind es Diktatoren. – Wozu werden sie geboren?
Um Krieg und Elend uns zu bringen? Die Menschen in die Knie zu zwingen
bis dass sie angebetet werden – als Götter ihrer Macht auf Erden? –
Sie wollen herrschen und befehlen – über tausende von Seelen,
beharren rücksichtslos auf Siege – beginnen die brutalen Kriege
um noch mehr Macht und Öl und Land. – Wer sich verweigert, wird verbannt,
in weite Fernen dann verbracht und somit unschädlich gemacht. –
Von Kritikern muss man sich trennen. Man muss sie laut beim Namen nennen,
sie verbannen und verstecken, bis sie jämmerlich verrecken. –
Erst dann beherrscht der Mann das Land und glaubt, er sei nun anerkannt. –
Das Land besetzt, der Krieg ist aus – zerbombt, zerschossen jedes Haus
dem Erdboden ganz gleich gemacht – vom Diktator so erdacht. –
Genau so wünschte er zu siegen – Bevölkerung davongetrieben.
Verluste sind nicht interessant und Mitleid gänzlich unbekannt.
Die Menschen, die jetzt Hunger leiden – sollen nun schauen, wo sie bleiben. –
Er diniert mit seinen Gästen in den erhaltenen Palästen.
Dort wird gefeilscht dann und gehandelt, alles in Profit verwandelt.
Das „Eintragsreichste” gehört ihm – das findet er ganz legitim.
Er hat jetzt seinen treuen Kreis – der stets nichts hört – und stets nichts weiß!
Es würde jedem schlecht bekommen – der den Befehl nicht ernst genommen.
So regiert er seine Scharen – die ihm bisher zu Diensten waren. –
Nun schlägt sein Größenwahnsinn Blüten – seine Gesetze wohl zu hüten,
in seinem Sinne jetzt zu leben – daneben kann und darf´s nichts geben –
Politisch oder klerikal – es wiederholt sich allemal
das gleiche Schauspiel auf der Welt. – Es geht um Macht und Krieg und Geld. –
Zerstörung ältester Kulturen – das bleibt zurück auf ihren Spuren.
Ein Teil der Menschheit ist verloren – wird sie verführt von Diktatoren.
Tod, Vernichtung, Angst und Pein – das müsste doch zu ändern sein?!
Da sie nicht wissen, was sie tun – darf man heutzutag´ nicht ruhn,
vor der Diktatur zu warnen – denn unter ihr gibt´s kein Erbarmen.

14. Januar 2oo3

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