Teka von Troppau

Die Weihnachtshausfrau

7 Dez 2005

Die Weihnachtshausfrau

Ein Kerzlein brennt – es ist so weit – es naht heran die Weihnachtszeit.
Es ist so weit – ein Kerzlein brennt – zuerst kommt –logisch- der Advent.
Langsam muss man sich vorbereiten, um auch alles zu bestreiten
und im Kopfe zu bedenken, was man soll den Lieben schenken.
Eigentlich haben alle alles. Nun stehst du da – und besten Falles
fällt dir auch mal was andres ein. – Es soll ´ne Überraschung sein.
Theaterkarten, Geld und Reise – war schon mal da – auf diese Weise
kann es demnach auch nicht sein. – Lad´ sie doch mal zum Essen ein! ...
denkt sich die Hausfrau einfach schlicht – und schon erhellt sich ihr Gesicht.
Sie braucht nun nichts mehr zu erkunden – der Stein der Weisen ist gefunden. –
Etwas Gutes wird sie kochen! – Bis dahin sind es noch drei Wochen…
Wie günstig sind so lange Zeiten – zum Nachdenken und Vorbereiten!
Das Plätzchenbacken kann beginnen – auch dabei kann man sich besinnen
auf Weihnachten im Elternhaus – als wir noch gingen ein und aus. –
Von Kuchen, Striezeln und von Torten und von manchen andern Sorten
ist der Duft noch in der Nase – in dieser Erwartungsphase –
Genau so wird auch sie es machen – diese vielen leckren Sachen.
Es wird ein Karpfen reserviert – vielleicht gebacken und paniert?
Oder gleich der Gänsebraten mit den entsprechenden Zutaten?
Dann überlegt sie ohne Witz – vielleicht tut´s auch ein Tafelspitz?
Das alles wird jetzt gut durchdacht – wie man es wohl am besten macht.
Es soll ja allen wohl bekommen – auch denen, die gern abgenommen,
die immer, rund um ihre Uhr – bedacht nur sind auf die Figur.

So denkt sie hin, so denkt sie her – mitunter schläft sie nachts nicht mehr,
denn es soll das Fest gelingen – mit all den schönen, guten Dingen. –
Inzwischen ist die Zeit vergangen – die Vorarbeit hat angefangen.
Alle Besorgungen gemacht – an alles hatte sie gedacht.
Von allem war es auch das Beste – zu dem lieben Weihnachtsfeste.

Die Zeit ist da, es ist so weit – alles ist fertig und bereit,
betrachtet alles ganz versonnen – nun könnten alle endlich kommen.
Nach einer geraumen Weile – kommt Nachricht jetzt in aller Eile.
Ab heute muss die ganze Sippe – das Bett hüten mit übler Grippe
Da kommt das Sprichwort in den Sinn:
„Da kannst nix machen – hin ist hin!“ –
Oh, Weihnachtsfreude! Welch ein Segen!
Jetzt kann sie auch noch alle pflegen!
Die Lage hat sie gleich erkannt –
die Gans wäre fast angebrannt! –
Vom Kirchturm klingt schon das Geläute
„ Friede auf Erden “ – liebe Leute! –

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