Teka von Troppau

Madame in Pastell

6 Mai 2006

Ich betrachte ein Bild aus vergangener Zeit,
eine Dame auf prächtigem Pferde.
Die Romantik verzaubert und ich bin bereit,
zu reiten mit ihr um die Erde.

Die Zügel hält sie so locker und zart
fast mit der Hand eines Kindes.
Es gehorcht ihr die Stute edelster Art,
aus der Wüste die Tochter des Windes.
Das Reitkleid ist blau und rosé der Zylinder,
verziert mit dem Schleier ganz hell.
Die maigrünen Birken, der Flieder nicht minder
umrahmen die Frau in Pastell.
TN_Madame in Pastel.JPG
Die Blumen, sie blühen, der Frühling ist, ach
des Glückes Gefühl neu zu leben.
Auf dem Rücken des Pferdes über den Bach,
man braucht keine Sporen zu geben.
Über den Teppich der Wiesen im Mai
in gestrecktem Galopp fast zu fliegen,
und dann an den gelb blühenden Sträuchern vorbei
auf den Weg zum See abzubiegen.
Im Vorbeireiten streifen die grünen Zweige
ihr Gesicht und die Hände ganz schnell.
Sie bemerkt es und lächelt der Tag geht zur Neige.
Es reitet die Frau in Pastell.

Im verhaltenen Trabe dem Wasser entgegen.
Der Waldweg elastisch und weich.
Doch nun hält sie an wagt sich nicht zu regen,
das Naturschauspiel macht sie so reich!
Die Sonne geht unter, es verschlingt sie der See,
der Himmel ein Fächer von Farben.
Aus der anderen Richtung, ganz in der Näh’
vernehmliches Pferdetraben.
Ein Reiter sitzt ab und eilt zu der Dame.
Er küsst elegant ihre Hand …
Ich hör’s leider nicht, wie war doch ihr Name?
Ich hätte sie gerne gekannt!
Romantik verzaubert, Gedanken sind frei.
Ich reite zurück auf der Stell,
verabschiede mich in Gedanken dabei
von meiner Madame in Pastell …...

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