Teka von Troppau

Frühjahrsputz

8 Mrz 2007

Fest entschlossen, neu zu gestalten,
ist sie von nichts abzuhalten.
Die ersten warmen Sonnenstrahlen,
die jetzt an ihr Fenster fallen,
empfindet sie als großen Nutzen
und fängt an, rabiat zu putzen.

Verstaut werden die Wintersachen
und alles das, was nötig war,
wird gereinigt und geordnet
zum Gebrauch fürs nächste Jahr.
Und nun gehen ihre Blicke
kritisch über alle Sachen.
Fenster, Möbel, Teppich, Vorhang,
an allem ist etwas zu machen.

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Valentinstag

13 Feb 2007

Osterhase, Ostereier,
alles für die Osterfeier
wird angeboten, wenn´s noch schneit,
dabei ist´s längst noch nicht so weit.

Ostereier, Osterhase,
dabei läuft vielen noch die Nase,
weil Wintergrippe noch kursiert
und draußen alles noch gefriert !

Kaum ist entsorgt der Weihnachtsbaum,
beginnt auch schon der Ostertraum.
Valentin, der Herzensbrecher,
kommt mit dem ersten Märzenbecher,
mit Primeln und Vergissmeinnicht
und mit strahlendem Gesicht.
Mit den ersten Frühlingsgrüßen steht er da,
mit kalten Füßen als Vorbote, wie jedes Jahr,
dass man denkt, der Lenz ist da!

Jedermann sei gut beraten,
der sich sagt, ich werde warten,
denn man kann machen, was man will,
Ostern ist erst im April.

Sommer adieu – Trost im Herbst

4 Nov 2006

Der Sommer war nicht immer sonnig,
nicht immer wolkenlos.
Es gab sogar recht dunkle Wolken,
Enttäuschung riesengroß.
Nun ist es Herbst, die Blätter fallen
von bunten Bäumen dir zu Füßen,
du wanderst einsam durch den Park
und wirst begreifen müssen.

Es ist nicht alles Gold was glänzt,
es ist ganz anders als du denkst,
wirst vieles ändern müssen.

Zieh mutig in ein neues Haus,
bevor der Winter kommt
und schau nach vorn – und nicht zurück.
Das hat sich stets gelohnt.
Nichts auf der Welt bleibt wie es war,
die Jahreszeit vergeht.
Flut löst immer Ebbe ab,
solang die Welt sich dreht.

Ausstellung Liselotte Latka

2 Nov 2006

Vom 03. November bis 30. November 2006 stellt Liselotte Latka Öl- und Kreidebilder im Atelier Dobaley in Augsburg aus. Die Öffnungszeiten sind jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr. Hier nochmals die Adresse:
Atelier Dobaley
Schmiedgasse 9
86150 Augsburg

Fritz Kruspersky II

31 Aug 2006

Mit drei seiner frühen Werke möchte ich die Reihe der Bilder von Fritz Kruspersky weiterführen. Sie stammen aus glücklichen, schaffensfrohen Tagen.

Kruspersky_Selbstbildnis.JPGChristiana_Kruspersky_1940.JPGChristiana_Kruspersky-II.JPG

Fritz Kruspersky

28 Aug 2006

Am 29.10.2006 wird sich der Todestag von Fritz Kruspersky zum 10ten Male jähren. Ich möchte diesen großen Sohn der Stadt Troppau ehren, indem ich einige seiner großartigen Bilder in mehreren Beiträgen wieder ins Gedächtnis rufen werde. Aus der Fülle seiner Werke als akad. Maler und Bühnenbildner möchte ich mit zwei seiner Bühnenbildentwürfe beginnen, die uns erhalten geblieben sind: “Fidelio” für eine Inszenierung in Passau und “Die Zauberflöte“. Immer wieder fanden seine Entwürfe starken Anklang, besonders auch durch die immer wieder überraschend neuen Einfälle des Künstlers.

Kruspersky_Fidelio.JPGKruspersky_Zauberfloete

Das Album

12 Jul 2006

Es war im Jahre 1942, als ich im großen Malersaal des Troppauer Stadttheaters dem akademischen Maler und Bühnenbildner Herrn Professor Fritz Kruspersky gegenüber stand. Ich leitete damals eine Arbeitsgemeinschaft Kunst und Theater und bat ihn um fachmännische Beratung. – Er hörte sich meine Bitte interessiert an und sagte seinen förderlichen Beistand zu. – So kam es, dass wir mit unserer AG - Kunst des Öfteren zuschauen durften wie Bühnenbilder im Modell entstehen und große Kulissen zustande kommen und bemalt werden. Auch gestattete der Herr Professor, dass wir bei Beleuchtungs- und Generalproben ganz heimlich und ganz still und leise in der letzten Parkettreihe des Troppauer Stadttheaters hocken und zusehen durften. Er wurde für uns eine liebenswürdige Ansprechperson. In seinen Vorträgen führte er uns gekonnt, interessant und auch humorvoll an Kunst und Kultur und Theaterwelt heran, dass es eine Freude war, zuzuhören und eine großartige Bereicherung obendrein. Als das jährliche Sportfest fällig war, an dem auch unsere Gymnastikgruppe ihren Beitrag leisten sollte, wurde beschlossen, dass Aufnahmen in freier Natur gemacht werden sollten, um sie dann in Schaukästen der Stadt auszustellen. Sie sollten als Werbung für das sportliche Ereignis gedacht sein. Der Herr Professor erfüllte unserer AG den Wunsch, diese Fotos künstlerisch zu gestalten. Mit Bällen, Reifen und Keulen bewaffnet, fuhren wir mit unseren Rädern an die Mohra, wo inmitten herrlicher Natur schönste Aufnahmen entstanden, eben künstlerisch gekonnt.

Das wurde ein gemütlicher Nachmittag und Abend. Wir schwammen noch in der Mohra, waren in Gespräche vertieft und radelten anschließend vergnügt wieder heim.

Eine Woche später erlebte ich in meinem Büro eine freudige Überraschung. – (weiterlesen …)

Ich liebe

8 Jul 2006

Ich liebeMenschen, Tiere, Blumen, Bäume
und lehne gerne dann und wann,
wenn ich möchte, dass ich träume –
an einem alt-zerfurchten Stamm.
Unter dem weiten Blätterdach –
denk´ ich über vieles nach,
fühl´ mich sicher und geborgen –
mit größeren und kleinen Sorgen.
Die Wurzeln dieses alten Baumes,
auf denen meine Füße stehn,
mein´ ich zu spüren und ich glaub´ es,
dass Kräfte in mich übergehn.
Ebenso die alte Rinde,
die mit den Händen ich berühr´,
vermittelt mir – wie ich empfinde –
ein recht ähnliches Gespür.
Im Schutze dieser alten Buche –
auch ihr war´n Kriege nicht erspart, –
fühl´ ich mich wohl auf meiner Suche –
nach Erkenntnissen und Rat.

Sie breitet weite Arme aus und ist bereit, mir Mut zu geben
und flüstert “komm hierher nach Haus – ich helfe dir dein Leben leben
mit Zuversicht für schwere Tage. – Du musst nur zuhör´n, was ich sage!” –
Ein leichter Wind ist in den Zweigen, die Blätter tanzen hin und her.
Das Herz tanzt mit den Sonnenreigen – die Seele ist nicht mehr so schwer! –
Zeichen und Wunder gibt’s noch immer – waren immer da – werden immer sein.
Wie majestätisch doch Natur ist!
Wie ist der Mensch dagegen klein!

Ein Lächeln im Vorübergehn

16 Jun 2006

Meine Damen, meine Herrn,
ich nehme an, sie schmunzeln gern,
wenn Ihnen etwas gefällt,
das bei Bedarf die Welt erhellt.

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Die Macht des Schicksals und die Ohnmacht des Menschen

28 Mai 2006

Eine Familiengeschichte

Wir Zeitzeugen, am Rande eines auslaufenden, langen Daseins, haben viel erlebt und daher auch vieles zu berichten.
Wenn man das 80. Lebensjahr überschritten hat, reicht die Erinnerung an Begebenheiten sogar bis nach dem 1. Weltkrieg zurück.

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